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Marokko 2016 Marokko 2016 Marokko 2016 Marokko 2016 Marokko 2016 Marokko 2016

Marokko 2016

Bericht von Andreas Wulf
7500 km ohne Reifenschaden auf Grabber AT2

Carta Rallye vom 07.03. bis 14.03.2016

Nachdem wir 1992 bei der Rallye München Marrakesch Marokko kennen gelernt hatten (und vor allem Uwe K. Wischeropp) führten uns alle weiteren Rallyes nach Tunesien, Libyen, Italien und Deutschland. Leider entwickelt sich die Sicherheitslage in Nordafrika ja nicht zum Besten. So entschieden wir uns 2015, wieder eine Rallye in Marokko unter die Räder zu nehmen. Die noch recht junge Rallye Carta wird in der Hauptsache aus Frankreich heraus organisiert. Sie führt über ca. 2300 km von Merzouga bis an den Atlantik im Süden von Marokko. Leider ist die Anreise nach Marokko recht aufwendig, zudem leider auch noch unsere Fähre von Sete gecancelt wurde. So mussten wir bis Almeria in Spanien fahren um dort mit der Fähre nach Nador überzusetzen. Dann ging es noch einmal 900 km bis Merzouga zum Veranstaltungsbeginn.
Am 06.03. erfolgte die Papier- und Technische Abnahme am Veranstaltungshotel. Die erste Etappe über 300 km folgte dann am 07.03. und führte in einem Rundkurs um den Erg Chebbi herum. Die Strecke war recht hart, viele felsige Abschnitte forderten die General Tire Grabber AT ². Leider hatte das Roadbook viele Ungenauigkeiten, und alle Copiloten kämpften mit der Orientierung. Wir konnten diese Etappe als zehntes Fahrzeug beenden. Dazu muss man sagen: wir waren das einzige seriennahe Fahrzeug, das auch noch auf eigener Achse angereist war.
Der zweite Tag bestand aus einer spannenden Nachtetappe durch Dünen, Pisten und Offroad. Es waren zwar nur 25 km, aber besonders in den Dünen ist bei völliger Dunkelheit die Orientierung sehr anspruchsvoll. Leider fuhren wir uns einmal im Weichsand fest, was uns ca. 10 Minuten kostete, ansonsten kamen wir schadlos durch die Etappe und landeten im Mittelfeld.
Die dritte Etappe führte von Merzouga nach Mhamid, rund 400 km über Stock und Stein. Leider führte auch hier ein ungenaues Roadbook zu vielen Missverständnissen in der Etappe. Trotz erneut hartem Terrain kein Reifenschaden und ein Platz im vorderen Mittelfeld. Landschaftlich war die Etappe ein Genuss; Marokko ist einfach schön. Nach der Ankunft im Fahrerlager hatte der Service alle Hände voll zu tun. Von Mehrfachüberschlägen, gebrochenen Aufhängungen bis zum Motorschaden war alles vertreten.
Als wir in die vierte Etappe starteten, hatten allerdings auch wir ein technisches Problem. Immer wenn wir den Allrad zuschalteten, gab es unschöne Geräusche von unten. Also wieder raus aus der Etappe und in den Service. Nach kurzer Inspektion durch unsere Mechaniker die Ernüchterung: das Kreuzgelenk von der vorderen Antriebswelle hatte es zerlegt. Nun war guter Rat teuer. Wir hatten fast alles an Ersatzteilen mit, nur kein Kreuzgelenk. Mit viel Glück konnten wir das Gelenk in Zagora reparieren lassen, allerdings konnten wir hierdurch zwei Etappen nicht mitfahren und mussten entsprechende Strafzeiten einkassieren.
Nun hieß es für uns auch nur noch, das Fahrzeug irgendwie fahrbereit zu halten, denn wir mussten ja noch bis Lübeck damit fahren. Die letzte Etappe am 14.03. war dann aber doch noch ein kleines Highlight, alleine 25 km am Atlantikstrand entlang, um dann noch einmal durch hartes Terrain ins Ziel zu rollen.
Fazit: Insgesamt 7500 km ohne Reifenschaden, vielen Dank an General Tire, zum Teil knüppelharte lange Etappen, schwer zu lesendes Roadbook, tolles Serviceteam von Daktec und ein perfekt vorbereitetes Fahrzeug vom Hauptsponsor Auto Hagen in Neustadt.

General für alle

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